Heute vor einer Woche kam ich um diese Zeit gerade nach Hause. Es war ziemlich anderes Wetter und die Stimmung dementsprechend. Allerdings auch wegen dem tollen Weekend in Köln. Nebst dem Studium der Resultate stellte ich auf Facebook Freundschaftsanfragen bei Kollegen, die ich zwar schon kannte, aber bisher noch selten intensiveren Kontakt hatte. Grund dafür war die Abwesenheit meiner Thunliners KollegInnen. Ich durfte mich auf Einladung von Daniel Donatsch hin anschliessen an die Crew des Inline Team Limmattal (nebst Dani, Markus Keller und Erwin Zysset). Mit dabei war auch Paul Hiltbrunner von den Speed Skater Zug.
Nach dem Rennen konnten wir vor der Heimfahrt in die Schweiz in unserem Hotel noch gemütlich duschen und packen. Der Zeitplan reichte aus, nach der Zieleinfahrt vier Bier zu trinken.
Nach einem längeren Unterbruch standen die Rennen in Berlin und Köln an. Soweit es schien, behinderte mich die Verletzung nur noch marginal. war körperlich wieder auf Trab, konnte skatemässig Kilometer abspulen und mich im Krafttraining aufpeppen. Trotzdem, eine kleine Unsicherheit blieb.
Das Wetter versprach Sonne und einen perfekter Altweibersommer. Gemäss Startliste waren wir das grösste CH-Team. Zudem waren viele andere bekannte KollegInnen angemeldet. Nebst dem Rennen lockte das Wochenende deshalb zu einem gemütlichen und unterhaltsamen Social Event.
Zur Vorfreude zählte aber auch die Reise nach Berlin mit dem Flieger – ich liebe es!
Mit dem guten Timing war ich dann auch pünktlich parat, als mich Urs und Dani abholten und auf der Fahrt nach Basel stieg in Kleindietwil Sandra dazu. Im Terminal XY trafen wir Krebslis Ueti (FB) was der Freude zusätzlich Auftrieb verlieh.
Gerade rechtzeitig, d.h. als letzte Passagiere bestiegen wir das Flugi. Etwas überraschend wurde ein kleiner Snack serviert, ich entschied mich für salzig und heiliger Salamizipfel, es war ein Wurstriegel! Egal, er schmeckte und brachte mich nicht um. Vielleicht lag’s aber auch am super Sonnenuntergang, der uns begleitete. Eindrücklich, nebst dem Berliner Lichtermeer, die etwas harte Landung!
Der Weg ins Hotel war länger als vorgesehen, aber auch interessant und unterhaltsam, mir machte es jedenfalls nichts aus, problematisch wurde es einzig mit dem nun wieder aufkommenden Hunger. Da ich nicht der einzige war, entschieden wir uns nach dem Hotelbezug ins Sonycenter zu pilgern.
Nach dem Motto „Thunliners retten NSK Sommercup“ wartete am letzten warmen Sommerabend im 2011 ein stattliches Teilnehmerfeld auf den Startschuss zum Sommercup-Inlinerennen des Nordischen Skiclubs Thun. Leider fehlten fast alle Langläufer….!
Gigathlon 2011 „On the Rocks“, Turtmann/Wallis
Das Team Bildung und Sport im Aufwind
Nach der letztjährigen Teilnahme in Thun startete das Thuner Stadtverwaltungsteam „Bildung und Sport“ erneut am Gigathlon, welcher diesmal am ersten Juliwochenende stattfand. Fast alles ging auf, die Stimmung im Team war super und so erreichte es den hervorragenden 155. Platz.
Fünfte Etappe: Masters WM in Dijon, 12.06.2011
So nahe dran und doch nicht auf dem Stockerl, alles richtig gemacht und doch nur auf dem 7. Platz! So lautet die leicht ernüchternde Bilanz meiner WM Mission.
Dabei ist in meiner Vorbereitung alles rund gelaufen. Dazu praktisch im „Schlafwagen“ von Urs bequem nach Dijon chauffiert, gutes Wetter (hätte zwar gut 10 Grad wärmer ertragen), dank der kurzen aber schnellen Runde für Zuschauer und Skater super Atmosphäre, kurz gesagt, die Suppe wäre angerichtet gewesen.
Auch der Rennverlauf verlief so wie ich es mir vorgenommen habe, 35km immer im Windschatten gefahren, 2-3 mal locker ein Loch zugefahren, immer darauf bedacht, den „Tricheur“ von Pavullo im Wind hängen zu lassen (haben wir, die Deutschen, Oesterreicher, Schweizer und Franzosen vor dem Rennen so abgesprochen). Die Endphase hat mir dann aber deutlich aufgezeigt, dass für einen Platz im vordersten Bereich meine Sprintfähigkeit nicht genügt! Vielleicht hätte ich in der vorletzten Runde die Flucht nach vorne wagen sollen?
Nächsten Frühling will ich mir den Double Push aneignen…!
Zum „Tricheur“ von Pavullo, Stefano Lothà: Unglaublich, mit welcher Selbstverständlichkeit sich dieser Kerl in unser Startfeld gestellt hat. Auf der andern Seite begreife ich ihn ein bisschen, wie soll ein kleiner Sportler in unserem südlichen Nachbarland Ehrlichkeit vermittelt kriegen, wenn der Staatschef himself Korruption von der gröbsten Sorte vorlebt….?
Am Nachmittag konnten wir dann beim World Inline Cup die absolute Weltklasse während dem ganzen Rennen bewundern. Wahnsinn, wie dort die Post abgeht!
Insgesamt war es ein gelungener Anlass, gut organisiert, attraktive Strecke auch für die Zuschauer, Teilnehmerfelder in den einzelnen Kategorien wie noch selten zuvor.
Von Dijon selber haben wir leider nicht viel mehr gesehen als die Umgebung zwischen Hotel und Rennstrecke, vielleicht gibt es nächstes Jahr ein Remake…?
Am Freitag 27. Mai machten sich sieben Thunliners auf nach Deutschland. Leider konnte Daniel Krebs krankheitshalber nicht mit reisen. Urs L. und ich sammelten alle ein. Etwas nach 10 Uhr machten wir uns auf die ca.500km lange Reise nach Koblenz in der Pfalz. auf der Fahrt in Deutschland hörten wir im Verkehrsfunk immer wieder die Meldung vom grossen Stau bei Karlsruhe. Auf der gemeinsamen Rast beschlossen wir über Frankreich zufahren. Mein Navi wollte sowieso über diese Strecke. Beider Autobahnauffahrt bei Strassburg fuhr ich falsch, so dass es einige Komentare über mein “altes” Navi gab. Lieber ein altes als gar keines.
Etwas verwöhnt durch meine erfolgreiche Wintersaison bei den Swiss Loppet Rennen setzte ich Mitte März meine Ziele für den Sommer 2011 fest, wohlwissend, dass die Zeit sehr knapp werden würde: EM in Damp Mitte Mai (die Daten für die WM waren noch nicht bekannt).
Nach einer (zu) kurzen aktiven Erholungs- und Regenerationsphase startete ich meine erste Etappe am 1. April mit einem Ruhetag (kein Scherz!). Es folgten Berg-und Talläufe, Inline- und Biketouren sowie Kraftausdauereinheiten, alles im tiefen Bereich.


