Roll’Athlon 2017

Die Zeiten des oneeleven sind ja schon lange vorbei und einige trauern diesem Event noch heute nach. Da trifft es sich gut, dass im grenznahen Frankreich ein 103km-Langstreckenrennen stattfindet und so meldeten sich 7 Thunliners für den diesjährigen Anlass an. Mit Urs und Rolf steuerten uns zwei sichere Fahrer in die Region Annecy, wo wir ein einfaches, aber sehr gut gelegenes Quartier in einem Hotel bezogen. Die Jungs von Heiniger Sport waren für die Organisation des Nachtessens verantwortlich – und hatten dieses zufälligerweise genau in unserem Hotel reserviert, obwohl sie auf dem Campingplatz logierten. Bei ganz tollem Wetter und heftigem Wind konnten wir das Nachtessen auf einer Terrasse am Ufer der Rhone geniessen. Und natürlich wurden dabei schon fleissig Pläne geschmiedet, wie die lange Distanz wohl am besten zu bewältigen wäre. Nicht alle hatten einen optimalen Schlaf – die Nervosität zeigte ihre Wirkung…..
Bereits um halb sechs konnten wir unser Morgenessen in einer Halle der Gemeinde einnehmen und dabei schon fühlen, dass der Tag wohl heiss werden würde. Bis zum Startgelände waren 3km Einfahrstrecke vorgesehen und schon bald fanden wir uns in einem bunten Feld von rund 400 Skatern und Rollskifahrern wieder. Ein tolles Gefühl!
Der Start erfolgte für uns Skaters um halb acht und bereits nach kurzer Zeit war der erste Anstieg von rund 300 Metern Länge für ein Auseinanderziehen des Feldes verantwortlich. Danach folgten sich in lockerer Reihenfolge leichte Anstiege, lange Geraden und tolle Abfahrten, bis nach rund einem Drittel die grösste Herausforderung der ersten Hälfte zu bewältigen war. Ein „Bergpreis“ von 1’100m Länge. Klar, dass dort kein Thunliner in der Sprintwertung dabei war. Wir hatten uns zwar abgesprochen, anfänglich zusammenzubleiben, aber dies ist gar nicht so einfach bei so vielen Leuten. Für mich war Werner Mägerle der ideale Partner, da er bereits im Jahr 2016 das Rennen bestritten hatte und dieses zu schnell angegangen war. So harmonierten wir sehr gut und hatten nach der Rennhälfte einen Durchschnitt von 29 km/h (geplant war 26 km/h) – allerdings mit Rückenwind. Und der Gegenwind kam erst jetzt ins Spiel! Und nun wurde auch die Strasse rauher und die Beine schwerer. Das Leiden begann für mich und ich bat Werner Mägerle mit einem „Tschüss“, von nun an nicht mehr auf mich zu zählen (oder auf mich Rücksicht zu nehmen). Zwar konnte ich noch zu Rolf aufschliessen aber leider davon nicht profitieren, da meine Beine völlig übersäuert waren. So wurden die letzten 30km zu einem Kampf Kopf (weiter) gegen Beine (anhalten). Aber bei einem solchen Rennen will man ja nicht einfach aufgeben und so fuhr ich immer wieder kleinere Abschnitte, bevor mich Beinkrämpfe zu immer häufigeren Pausen zwangen. Der letzte Abschnitt ist dann noch ein längerer Anstieg, bevor eine rasante Abfahrt (über 55km/h) die schönste Seite des Skatings bringt. Der Höhepunkt also am Schluss – allerdings konnte ich die Abfahrt nicht mehr so recht geniessen….. Ein Genuss war dann wieder das Bad in der Rhone, welches die weiter entfernte Dusche optimal ersetzte! Erfreulicherweise hatten die anderen Thunliners die bessere Kondition und konnten teilweise Superzeiten erreichen!
Konklusion: 103km sind echt weit. Aber alle Thunliners waren zufrieden wenn auch sehr müde.
Hier noch das (weniger wichtige) Klassement für die Thunliners:

Gesamt Kat. Zeit
43          15     3:32:50 Daniel Reichenbach
44          16     3:33:32 Michael Diete
88           2     4:08:45 Sandra Lustenberger
89         21     4:08:45 Urs Meyer
122       31     4:29:36 Rolf Grossenbacher
127       33     4:33:57 Roland Käser
129       35     4:35:58 Walter Wieland

Gratulation an alle, denn niemand hat aufgegeben! Dani hatte einen Sturz und konnte nach dem Rennen kaum mehr gehen. Da war der Wille grösser als der Schmerz! Weiterhin gute Besserung Dani. Sandra wurde sogar sensationelle Zweite -wer weiss, wenn sie nicht bei Urs geblieben wäre (Sorry Urs, hast Du selber gesagt).
Role Käser

 

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