Nach einem längeren Unterbruch standen die Rennen in Berlin und Köln an. Soweit es schien, behinderte mich die Verletzung nur noch marginal. war körperlich wieder auf Trab, konnte skatemässig Kilometer abspulen und mich im Krafttraining aufpeppen. Trotzdem, eine kleine Unsicherheit blieb.
Das Wetter versprach Sonne und einen perfekter Altweibersommer. Gemäss Startliste waren wir das grösste CH-Team. Zudem waren viele andere bekannte KollegInnen angemeldet. Nebst dem Rennen lockte das Wochenende deshalb zu einem gemütlichen und unterhaltsamen Social Event.
Zur Vorfreude zählte aber auch die Reise nach Berlin mit dem Flieger – ich liebe es!
Mit dem guten Timing war ich dann auch pünktlich parat, als mich Urs und Dani abholten und auf der Fahrt nach Basel stieg in Kleindietwil Sandra dazu. Im Terminal XY trafen wir Krebslis Ueti (FB) was der Freude zusätzlich Auftrieb verlieh.
Gerade rechtzeitig, d.h. als letzte Passagiere bestiegen wir das Flugi. Etwas überraschend wurde ein kleiner Snack serviert, ich entschied mich für salzig und heiliger Salamizipfel, es war ein Wurstriegel! Egal, er schmeckte und brachte mich nicht um. Vielleicht lag’s aber auch am super Sonnenuntergang, der uns begleitete. Eindrücklich, nebst dem Berliner Lichtermeer, die etwas harte Landung!
Der Weg ins Hotel war länger als vorgesehen, aber auch interessant und unterhaltsam, mir machte es jedenfalls nichts aus, problematisch wurde es einzig mit dem nun wieder aufkommenden Hunger. Da ich nicht der einzige war, entschieden wir uns nach dem Hotelbezug ins Sonycenter zu pilgern.

Nach einer schlaftechnisch durchzogenen Nacht in unserer Hotelwohnung, ja genau, mit Küche, Wohnzimmer, Schlafzimmer, Dusche und Bad, genau das Richtige für ein Lazarett, und mit einer wunderbaren Aussicht, weil 12. Stock und einem herrlichen Frühstück, entschlossen wir uns für einen Fussbummel durch das Kreuzberger Quartier Richtung Tempelhof. Auch diesen Stadtteil prägen viele Secondhandshops und laden zum „Umenusche“ ein. Schnäppchen findet man alleweil, gäll Sandra?!
Der nächste Programmpunkt folgte auf dem stillgelegten legendären Flugplatz, wo sich seit letztem Jahr die Startnummerausgabe befindet. Diese Grösse des Messeareals und diese Menschenmenge – wirklich eindrücklich!!! Wiederum trafen wir hier viele SkaterkollegInnen, dies weil wir hier abgemacht haben, aber auch spontan. Wiedersehensfreude und natürlich haufenweise Gesprächsstoff.
Etwas müde, auch der vielen Eindrücke wegen gingen wir kurz zurück ins Hotel und frisch gekämmt anschliessend wieder ins Sonycenter, wo wir mit den anderen Thunliners und einzelnen Emmenskaters abgemacht haben. Das Essen war wiederum sehr fein, allerdings dauerte es ein wenig lange, bis serviert wurde.

Es folgte der Renntag. Ideale Bedingungen, gut geschlafen, die Skates parat, die Stimmung super und die Biohörnli aus dem Coop waren lecker. Mit dem positiven Grundfeeling ging’s ab zum Einfahren rund um die Siegessäule. Hoppla, ein erster Sturz, leider von Urs, nicht ohne Folgen, aber zum Glück stand er dann kurz vor dem Start trotzdem bei uns! Wie immer nahmen wir das Rennen von einer vorderen Startreihe aus auf, eine wirklich gute Taktik! In ansprechendem Tempo passierten wir die ersten Kilometer und auf diesen gab’s schon ziemlich viele heftige Stürze. Trotz der manchmal 4-5 nebeneinander fahrenden Reihen spielten vor allem die etwas unerfahrenen Skater die grösste Gefahr. Es hiess höllisch aufzupassen! Daneben wollte ich unbedingt so lange wie möglich in der Spitzengruppe mitfahren, auch dies erforderte volle Konzentration. Beides gelang mir sehr gut und so machte das Rennen, meist in der Nähe von Urs viel Spass! Kurz vor dem Ziel entdeckte ich plötzlich Sandra und Dani vor mir. Super, das gab Aufwind! Kurz darauf stürzte aber Sandra und Urs verabschiedete sich, um auf sie zu warten. Vorne wurde es jetzt hektischer und Dani vermochte mitzuziehen, was mir nicht mehr gelang. Nebst der schwindenden Kraft wollte ich jetzt keinen Sturz mehr riskieren und „sprintete“ entsprechend defensiv ins Ziel. Huch, das war ein spezielles Rennen! Sehr schnell, der grossen Spitzengruppe wegen anspruchsvoll und deshalb leider auch gefährlich. Aber so muss es halt irgendwie auch sein, sonst wäre es nicht Berlin!

Noch ein Wort zum Abend. Die Pizza war extrem nicht fein und die Warterei wirklich zu lange. Aber was wotsch?! Es war trotzdem lustig und unterhaltsam.

Jetzt gäbe es noch viel Dies und Jenes zu schreiben, aber ich mag einfach nicht (mehr)! Ein MUSS ist allerdings noch ein RIESENGROSSES MERCI an Urs für die super Organisation!!!

Eine Antwort auf Rennbericht Berlin

  • Urs sagt:

    Danke Chräbu für dä Bricht! I bi chli träg gsi u ha nid möge schriibe. D’ Fotos lade i jtz de no ufe.

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