Im Herbst habe ich mich mutig um einen Startplatz für den Gigathlon in der Kategorie Team of Five bemüht, einfach weil es mir letztes Jahr so gut gefallen hat. Als ich dann feststellte, dass es am Sonntag ein Inline-Bergrennen gibt, zweifelte ich, dass ich dafür die Richtige sei. Mein Kollege Markus Bieri übernahm dann die Rolle des Captain, doch es war nicht leicht, eine starke Inlinerin zu finden, und dann hat mit das Fieber doch gepackt. Ich fragte meine Kolleginnen und Kollegen und die Studierenden des Fachbereichs Soziale Arbeit, wer mitmachen wolle. Bis auf den Biker konnten wir die Disziplinen unter den Mitgliedern unseres Fachbereichs besetzen. Doch zu früh gefreut: Der Rennrad-Fahrer liess wegen gesundheitlichen Gründen und die Schwimmerin wegen Verletzung den Platz frei. Wir legten uns ins Zeug, um das Team wieder zu vervollständigen, und es gelang. Unter dem Teamnamen Berner Fachhochschule meldeten wir uns am letzten Freitag zum Check in in Turtmann:

  • Markus Bieri (Laufen)
  • Yvonne Hofstetter Rogger (Inline-Skating) als Dozierende des Fachbereichs Soziale Arbeit.
  • Christian Gempeler (Bike) als ehemaliger Absolvent des Fachbereichs Wirtschaft.

Unsere Verstärkung war:

  • Olivia Koradi (Schwimmen), Studierende der Pädagogischen Hochschule
  • Thomas Pieren (Rennrad).

Wir haben den 58. Rang (von über 900 gemeldeten Teams of Five) erreicht. Unter den ersten 100 Plätzen sind zwei Teams der Berner Fachhochschule, das andere startete unter dem Namen BFH-TI. Wir haben alle unser Bestes gegeben, doch dass wir grad ein so gutes Ergebnis erreichen könnten, haben wir uns nicht träumen lassen. Wir hatten auch einiges Glück. Es gab sehr viele Stürze beim Inline-Skaten und viele Ausfälle. Klassiert waren dann noch 791 Teams.

Beim Inline-Skaten habe ich glücklicherweise im Tunnel geistesgegenwärtig meine Füsse über die Sicherheitslinie gehoben, anstatt hinein zu fahren (denn diese war nicht nur aufgemalt, sondern erhöht und mit Reflektoren ausgestattet). Direkt in der Kolonne vor mir sind auf der schmalen Strasse zwischen Chipis und Sion zwei Skater gestürzt, die ich jeweils gerade noch umfahren konnte. Im Ziel traf ich Anita und Chräbu. Wir pilgerten dann zusammen nach Crans-Montana, wo ich den unglaublich guten Läufer, Markus, auf der Pleine Morte in Empfang nahm. Der Biker schloss den Tag dann erfolgreich ab.

Der Sonntag war eine besondere Herausforderung. Ich war gut vorbereitet, kannte meine Schwächen und brauchte genau so viel Zeit, wie ich für den besten Fall geschätzt hatte. Am Berg war mein Alter nun wirklich ein Nachteil, da konnte ich nicht so viel mit Technik wettmachenm aber das Team kompensierte meinen bescheidenen Platz. Unser Läufer kriegte Krämpfe am zweiten Tag, und schaffte es dann doch noch in einer guten Zeit.  Die Bike-Strecken waren atemberaubend, entweder weil die Umgebung so schön war oder weil die technischen und körperlichen Anforderungen den Puls zum Galoppieren brachte, doch Chrigi hatte Nerven. Unser Radfahrer Tom legte eine Ausdauer, Geschwindigkeit und Sicherheit an den Tag, die ebenfalls viel zu unserem guten Ergebnis beitrug. Olivia, die Schwimmerin habe ich leider nie vor oder nach dem Wettkampf unterstützen können, doch sie übertraf ihre eigenen Erwartungen auch so. Sie ist im letzten Moment noch zu uns gestossen. Wir hatten schon befürchtetet, mangels Schwimmerin nicht antreten zu können. Ich konnte sie mit einer motivierenden Mail gewinnen, die ich – ohne sie zu kennen – über die Website des Schwimmclubs Bern versandt hatte. Sie hatte vorher bei verschiedenen Anfragen von anderen Teams abgesagt, weil sie meinte, zu wenig trainiert zu sein. Der Teamgeist war für alle unheimlich motivierend, obwohl wir erst drei Tage vor dem Start begannen, ein Team zu werden. Und jetzt freuen wir uns natürlich sehr und denken schon an das nächste Mal.

Yvonne Hofstetter Rogger



Eine Antwort auf Team der Berner Fachhochschule am Gigathlon mit Yvonne

  • jürg sagt:

    Hallo Yvonne,
    ja, war ein super Erlebnis im Wallis. Auch in unserem Team lief alles super, nur am Schluss nicht ein so prächtiger Rang wie bei euch. Wohl altersbedingt :-)
    Wer ich bin? Derjenige, der in deinem Windschatten von Sierre nach Sion gerollt ist (und umgekehrt). Nach dem Unfall der Inlinerin ca. 5km vor dem Ziel, hatte ich noch kurz abgebremst, sah aber dass es Ihr soweit gut ging und dort ja eh noch ein Biker mit Natel stand, versuchte ich leider ohne Erfolg die Lücke wieder zu schliessen. Aber so alleine im Wind, keine Chance. Na ja, nicht so schlimm, lieber Gesund ankommen!
    Am Sonntag hat mich dann der nächste Thunliner kurz vor Leukerbad auch noch überholt.
    Viele Grüsse und ev ein anderes Mal.
    Jürg Ackermann mit Sanitas Troesch Leibchen

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