Das erste Rennen in dieser Saison, endlich. Die Vorbereitungen, die Trainings liefen zufriedenstellend, so dass ich einigermassen parat bin für die neue Saison. Voll am Start könnte man sagen, aber in Neuendorf war ich leider dann doch nur am Start. Natürlich gab’s dafür Erklärungen, aber ich will ja jetzt nicht jammern. Die Freude war trotzdem da.
Der Startschuss und es ging los, ziemlich rasant los, es lag wohl am illusteren Teilnehmerfeld. Trotzdem konnte ich einigermassen dort einreihen, wo’s für mich realistisch war. Bald schon trennte sich aber das Feld und ich versuchte die davonziehende Gruppe zu erreichen. Kostete mich eine Runde Vollgas, aber ich kam heran. Jetzt erst einmal hinterher fahren und dabei ein wenig erholen, aber der Zeitpunkt dafür war ungünstig, weil die kleine Rampe vor uns lag. Leider war ein Skater von der Nordwestschweiz direkt vor mir, der aber immer eine kleine Lücke zum vorderen Läufer hielt. Ich versuchte ihn zu überholen, um direkter an der Gruppe zu bleiben. Aber es ging nicht, die Kraft und der Schnauf reichte nicht. So liess ich mich abhängen und erholte mich ein wenig. Bald schon schloss die nächste Gruppe auf in der ich dann mitfahren konnte.
Zum Glück waren in dieser Gruppe Urs und Reto dabei, das weckte „Heimatgefühle“ verlieh auch Flügel. Zusammen arbeiteten wir häufig an der Gruppenspitze und liessen so das Tempo einigermassen hochhalten. Jetzt folgten Runden um Runden ohne erwähnenswerte Vorkommnisse.
Darum jetzt noch ein Wort zur Schlussrunde. Wieder einmal war ich in einer taktisch sehr ungünstigen Position, nämlich zuvorderst. Klar, dass jetzt niemand mehr, ausser ich, rotieren wollte, ich versteh’s ja. So drehte ich einfach nochmals auf, in der Hoffnung, dass jemand noch abfallen würde. Vermutlich geschah dies auch, aber wiederum war’s ein Skater aus der Nordwestschweiz, der irgendwie fragwürdig auffiel. Während des ganzen Rennens hielt er sich stets zurück, ich sah ihn wirklich nie an der Spitze, aber jetzt, nachdem er von uns noch die Rampe hinaufgezogen wurde, griff er zu Beginn der Abfahrt an und zog davon. Urs feuerte mich an, mich an ihn zu heften, aber die Kräfte machten nicht mehr mit. Jetzt versuchte es wenigsten Urs, aber leider kam auch er nicht mehr an ihn heran. So blieben für den Schlussspurt noch Reto und ich und wir lieferten uns einen spannenden Finnish, um Haaresbreite zu Gunsten von Reto.
So war’s. Es war für mich aber ziemlich hart, die Füsse brannten und die trockene Kehle war auch nicht gerade angenehm.
Es lief nicht alles optimal, aber Spass hat’s trotzdem gemacht und ich freue mich jetzt auf die weiteren Rennen.
