Bereits zum fünften Mal reiste ich an den Berlin Inline Marathon. Am Freitagmorgen machte sich wieder eine Schar Thunliners auf den Weg, die einen mit dem Flieger, die anderen mit dem Zug und Yvonne war schon in Berlin. In Thun abfahrend, war das Wetter noch neblig bedeckt, aber als wir in Zürich über die Wolken steigen, lacht nur noch die Sonne! Landung in Berlin bei über 20 Grad und wolkenlosem Himmel. Super geniale Voraussetzungen für ein schönes Wochenende. Zuerst mussten wir uns nach dem Weg zum neuen Hotel erkundigen. Der erste Teil war noch alt bekannt, Bus bis Kurt Schumacher-Platz, U6 aber nicht mehr bis Zinnowitz-Strasse, sondern bis Stadtmitte und anschliessend mit der U2 bis Potsdamer-Platz. Der Fussmarsch wurde etwas länger ca. 5 Minuten der Stresemannstrasse entlang. Das Hotel BelAhr liegt auf der rechten Seite einer nicht so stark befahrenen Strasse. Der erste Eindruck im Eingang war gut, es wird gut kommen mit dem Hotel. In den Zimmern angekommen, stellten wir alle fest, sehr ruhig in den Hinterhof gelegen, super! Polä und Vreni mit dem Zug gekommen war vom HB bis zum Hotel zu Fuss auf Stadterkundung.
Wir, Daniel, Chrigu, René B., Sandra und ich machten uns bereits auf den Weg zum alten Flughafen Tempelhof, wo in diesem Jahr die Messe und die Startnummern Ausgabe war. Wir trafen dort sehr viele Leute in einem neuen sehr gut geeigneten Standort an. Wie immer mussten wir uns bis zuhinterst durch die Stände quälen. Wir erkannten bereits einige bekannte Gesichter. Sandra traf ihre „neue“ Freundin Desiana aus Italien, genannt „Tschinggeli“. Kurz haben wir auch noch Sebastian getroffen, hatte aber keine Zeit zu plaudern, da natürlich sehr viel los war. Als Polä auch an der Messe war und seine Startnummer hatte, berieten wir uns wo es etwas zum Essen gibt. Nach kurzer Diskussion und in Anbetracht der doch schon vorgerückten Zeit entschieden wir uns für den Italiener beim Hotel. Dort angekommen, fanden wir auch rasch einen Platz für sieben Personen. Die Entscheidung war richtig. Kaum hatten wir bestellt, füllte, oder schon fast üb erfüllte es dieses Restaurant und die zwei Kellner rannten die ganze Zeit. Das Essen war aber für so eine Blind-Degustation sehr gut.
Samstagmorgen ein super Frühstück, das Hotel hat sehr erfüllt. Eine Übernachtung im Doppelzimmer war doch mit € 65 ein gutes Stück günstiger als im „alten“ Hotel bei besserer, ruhigerer Leistung. Samstagvormittag verbrachten alle nach Lust und Laune. Mittagessen wieder beim Hotel.
Um 14 15 Uhr machten wir uns zu Fuss auf zum Startgelände, mit Yvonne hatte ich 14 45 im Gelände abgemacht, so waren wir alle beisammen. Rest vor dem Start ist wie immer Inliner begrüssen, umziehen, Säcke abgeben und vor der Startaufstellung bis zur Siegessäule einfahren. Kurz vor vier hiess es den Startplatz einnehmen. Einfach schon faszinierend, wie das bei rund 7500 Skatern ohne Hektik geht. 16 Uhr 15 erster Starschuss für die „professionellen“ Frauen, vier Minuten später die Herren und eine Minute später Startblock B mit uns. Wir waren nicht ganz an der Leine, doch nicht weit dahinter. Der Start gelang mir recht gut, Sandra war nach der Siegessäule auch wieder dabei. Aber wer war hinter Sandra, unser „Tschinggeli“! Leider hatte René einen Sturz beim Start, wie ich nach dem Rennen erfahren habe. Ich hatte einfach das Ziel möglichst weit vorne in der Gruppe zu fahren. Nach Erfahrungen gibt es immer wieder Stürze. Die Gruppen in Berlin sind halt auch grösser nicht nur die Teilnehmerzahl. In dreier, vierer Kolonnen rasten wir durch die Strassen von Berlin. Die Gruppe war doch etwas sehr gross, so dass es schon zu einigen heiklen Momenten kam. Sandra war hinter mir immer am Sprechen, „ist das noch schön?“, „ich komme nie mehr!“ und und.. Als aber eine Gruppe Kinder auf der Strasse stand, oder so ein Fotografen Idiot in der Strasse „sein“ Bild machen wollte, fiel auch mir das Herz ein wenig weiter in die Hosen. Wir rasten doch in der Spitzengruppe Feld B doch mit fast 35km/h Durchschnitt und das in Viererkolonne. Nichtverwunderlich, dass es auch Stürze gab in diesem Feld. Ich fuhr relativ aktiv im Rennen immer nach vorne konzentriert aber schlussendlich doch zu weit hinten im riesen Pulk. Vor der Zielgeraden sagte ich zu Sandra jetzt musst noch geben was Du hast. Die Antwort war aber ich bin froh, wenn ich im Ziel bin und kein Sturz. Ich konnte meinen Schatz aber doch noch motivieren zu sprinten und das möglichste zu machen, waren wir doch sehr gut dran.
Am Schluss lag jedenfalls das „Tschinggeli“ hinter ihr und Sandra konnte sich auf der Urkunde über Platz zwei der Frauen Fitness und Rang 1 W40 freuen! Herzliche Gratulation. Polä, der gegen Ende auch noch bei uns auftauchte, konnte wieder einen Sieg M60 gemäss Urkunde einfahren. Ich erreichte gemäss Urkunde Rang 45 M40 und 122 im Fitness.
Chrigu hatte ein sehr gutes Erlebnis in Berlin ich freue mich für Ihn. René hatte es nach dem Sturz nicht einfach. Noch ein Wort zu Dani. Ihn meldete ich im A Block an, damit er sich austoben kann. Leider war er nach dem Rennen enttäuscht, er hat den richtigen Zug verpasst und war nachher für Ihn zu wenig gefordert, Rang 146. Herzliche Gratulation an Yvonne sie ist wieder schneller gefahren als im Vorjahr mit Rang 74 und W50 6. hat sie Ihre doch sehr gute Saison gekrönt! Auch Ihr Vater Meinrad mit 87 war am Start und ist im Ziel, leider habe ich seine Zeit noch nicht!
Wo mit ich beim leidigen Thema der Mika-Timing wäre. Ich habe vorhin immer geschrieben nach Urkunde. Heute Montagmorgen ist keine Aktuelle Ergebnisliste im Internet publiziert. Sandra, Polä, ich und viele mehr, wie Meinrad, Coni Käser, „Tschinggeli“…. fehlen. Mein Mail ging heute schon zu Alex nach Berlin, ich hoffe er kann das mit dem Team retten, sonst hat Berlin einen „Riesen“Fleck im Reinheft.
Am Sonntagabend kamen wir alle glücklich wieder zuhause an und wussten, Berlin ist immer eine Reise wert. Wir kommen wieder. Sollte sich aber die Rangliste nicht korrigieren lassen müssten wir uns dies überlegen. Eigentlich sind aber die Ziele für’s nächste Jahr gesteckt. Es wird wenn alles rund läuft in den Reihen der Thunliners Doppelstarter geben.
Allen die nicht in Berlin waren lege ich ans Herz das einmal zu erleben. Inline-Rennen mit einer genialen Infrastruktur, massenhaft Zuschauer und super Stimmung. Voraussichtlich werde ich am Wochenende mit dem 25. September 2010 in Berlin verweilen. Selbstverständlich wird die Organisation bei mir liegen, werde aber einige Sachen organisatorisch ändern. Komm mit!